Der Abgang des Herrn Dr. V.

Im folgenden befindet sich das Transkript der Pressekonferenz anlässlich des Rücktritts von ÖLV-Präsident Dr. Ralph Vallon. Möge sich jeder selbst ein Bild machen, ob esfür die österreichische Leichtathletik Sinn macht, dass jemand anderer diesen Postan ausüben wird…

 

„Einen schönen guten Morgen, auch von mir herzlich willkommen. Ehm 2011 war so ein Zeitpunkt – ich schau jetzt ein bisschen zurück, weil nur wenn man zurückschaut kann man auch nach vorne sehen. 2011 war ein Zeitpunkt wo wir mit einem neuen Team gestartet haben. Ist 5,5 Jahre her. Und da hatten wir so 6 Jahre keine Medaille. Eher weit und breit nicht. Und eine nicht ganz leichte Situation als wir damals gestartet sind. Und wir haben dann sehr schnell, mit einem neuen Team – auch mit Helmut Baudis und, ehm, mit einem neuen Vorstand, ehm, der wesentlich auch heute noch so ist – bis auf ein, zwei Ausnahmen haben wir; sind wir neue Wege gegangen. Diese neuen Wege haben dann eigentlich auch bald schon gefruchtet. Wir konnten dann 2012 auch schon die ersten, die erste Medaille oder einen Olympische Spiele Einzug (!) sehen von der Beate Schrott.

Wir haben damals auch schon Philip Unfried fix engagiert – das war der richtige Schritt, weil wir gesehen haben, nur wenn wir hier professionell arbeiten wie auch die anderen Länder – es geht ja immer um Benchmarking, was machen andere, was machen wir, sind wir manchmal noch ein bisschen hinten gewesen. Und das war, ehm, ein guter Schritt und wir haben dann gesehen – auch schon 2011 – dass Luki Weißhaidinger gut unterwegs war. Er hat damals bei der EM, der Junioren EM, den 1. Platz gemacht, im Diskus. Also das waren dann schon so erste Zeichen wo man gesehen hat, es wird gut.

Ehm, wir hatten dann, ehm, mit Gregor Högler, diesen auch verpflichtet, war ein bisschen ein ungewöhnlicher Schritt einen Vize-Präsidenten Leistungssport auch anzustellen. Die meisten meinen, es wird alles nur ehrenamtlich – ehrenamtlich ist natürlich einer unserer wichtigsten Bereiche. Ich spreche dann noch ganz kurz von meiner Ehrenamtlichkeit – aber es ist natürlich, wenn man sich andere Verbände anschaut, wo sehr sehr professionell bei großen gearbeitet wird; da gibt es das in dem Umfang natürlich nicht.

Ja und so kamen dann nach und nach, ehm, gute Ergebnisse – ich möchte da jetzt auch diese Ergebnischart bissl rumreichen, ehm, dann wissen wir, wovon wir sprechen. Und gerade, ehm, 2015 kam es dann zu wirklich guten Erfolgen: Dadic, Hufnagl, Lagger- U23, U20, U18 – Spitzenplätze von zwei bis drei. Und heuer, 2016, besonders gute Leistungen. Wir hatten unsere zweite Bronzemedaille – als wir von Medaillen sprachen, 2011 – ich habe das eine oder andere Interview gemacht – wurde ein bissl manchmal auch noch gelächelt – ehm, waren zwei inzwischen, in diesen fünfeinhalb Jahren. Von acht Freiluftmedaillen – das ist schon ein ganz gutes Ergebnis, wo wir auch recht stolz sind als OLV.

Und heuer kam dann noch dazu, ehm, dass wir die U20 WM Weltmeister zum ersten Mal hatten, die Sarah Lagger. Ehm, sie war dann auch bei der U18 WM auch Vize-Europameisterin – hier muss man sehen, dass die Gewinnerin Weltrekord gemacht hat und sie war nur ein paar Punkte dahinter. Also großartige Leistung. Okafor Bronze bei der U18 EM. Und ja, wie gesagt Dadic mit der Freiluft EM hier auch entsprechend unterstützt schon vom Gregor Högler, aber natürlich auch von ihrem Heimtrainer. Von Philip. Und so weiter. 6. Platz dann Olympische Spiele – ja. Leider vorher verletzt gewesen, der Luki bei den Europameisterschaften und so konnte er da nicht dabei sein mit einem Bruch des Mittelfußknochens. Hat aber dann, und ehm, ja, man denkt, wie es dann seine beiden Trainer, der Sepp Schopf und auch der, ehm, Gregor Högler gemacht haben – am Schluss hat er noch mal gesagt „du, Olympische Spiele san nur olle vier Joahr“ und ich habe zugeschaut, 62,5 haben wir gehabt – glaube ich so in etwa – und hat dann noch knapp über 65 geworfen. War Nummer sechs. Und das war schon ganz ganz großartig.

Ja wenn man so, ehm, zurückschaut, dann haben wir uns natürlich in vielen Bereichen bemüht, Verbesserungen zu machen. Vor allem in der Infrastruktur. Da hat es viele Gespräche gegeben, und auch dieser Tage wieder hat das Ministerium jemanden entsandt wo ein Projekt eben ausgearbeitet wird, welche Infrastruktur ist einfach nötig. Wir haben Linz geschaffen – demnächst Baubeginn. Wir haben auch eine Zusage von Graz – neuerdings wieder vom neuen Minister. Ehm, damals schon von einem anderen Minister bei einer Pressekonferenz verkündet worden – aber auch Hallen im Bereich von Niederösterreich sind im Gespräch. Es geht hier in erster Linie um Trainingshallen.

Eine andere Säule sind die Trainerinnen und Trainer. Schaffen wir es hier besser zu werden – wir hatten vor einigen Jahren, ehm, vier Angestellte heute sind wir bei zehn. Also hier haben wir eindeutige Fortschritte erreicht und das ist ein richtiger Weg. Wir haben in der medizinischen Versorgung noch einige Themen, die nach vorne gebracht werden müssen. In Zusammenhang mit olympischen Zentren aber auch mit unseren, ehm, physischen und bis hin zur psychischen Versorgung, physikalische Medizin etc. – da ist noch einiges zu tun. Genauso auch bei eigenen OLV-Produkten (!), ist uns nicht gelungen, zum Beispiel einen eigenen Bann zu schaffen. Das ist entscheidend, sowie auch bei großen Verbänden wie dem Skiverband die natürlich nicht nur öffentliche Gelder – also wir sind Fördernehmer, muss man ganz deutlich sagen. Unser Budget setzt sich hauptsächlich oder zum großen Teil aus Fördergeldern zusammen. Vor diesem Hintergrund haben wir hier auch die Verantwortung. Da gab es auch eine neue Situation mit dem Fond und der BSO wo Leistungskriterien eingeführt wurden und diese Leistungskriterien setzen sich natürlich auch um in den Ergebnissen. Das heißt, wenn wir in 2013 oder 2014 in erster Linie im Berglauf gut waren, dann setzt sich das in einem kleinen Maß um, aber kaum in unserem, in unserer, ehm, in unserem Budget für, ehm, die, ehm, Jahre 2016 und 2017. 2017 vor allem. Das heißt, die Entscheidung, besser zu werden, war ein Muss ansonsten haben wir einfach zu wenig Geld auch für die Erfolge, die jetzt hier letztendlich stattfinden.

Diese neuen Strukturen, an denen haben wir jetzt gearbeitet seit einiger Zeit, ich hab es erwähnt, ehm, mit dem Gregor Högler und seinem Team und wir haben gestern, ehm, im Vorstand, ehm, beschlossen, dass wir diese Dinge, die vielleicht ein bisschen, ehm, auch, ehm, vielleicht auch in den sozialen Medien etwas kritisch gesehen worden sind, ehm, dass wir die durchziehen, und das ist gestern beschlossen worden und ehm, wir haben eine Reihe von Neuen: das ist der Gregor Högler als Sportdirektor, der Hannes Gruber, der schon viele Jahre mit uns ist, wird Sportkoordinator sein. Wir haben auch hier gesehen, dass es wichtig ist bei den Olympischen Spielen zum Beispiel hier unterstützend jemanden zu haben, der die Erfahrung hat und hier die technicals und all diese Dinge mit eben unterstützt und auch im laufenden Jahr gibt es ja viele viele Meisterschaften und ähnliches mehr, die Bedarf für solche Aufgaben haben. Wir werden die Inha Babakova holen – vorausgesetzt alle Genehmigungen, die wir dazu brauchen, sprich, ehm, Genehmigungen bei der bei der, ehm, beim Visum und ähnliches mehr. Die richtigen Medien sind wir schon auf einem guten Weg. Auch ein Dankeschön an das Olympische Comité, an unseren Kollegen und Freund Mennel, der ist da vorangegangen und hat uns geholfen. Wir sind sehr sehr froh, dass wir hier eben, ehm, eine erfahrene Athletin, Weltmeisterin, vielfache Medaillengewinnerin, auch mit einem Netzwerk, das uns wichtig ist für die, für die Zukunft. Wir freuen uns, dass Philip Unfried, der ein wichtiger Trainer in den letzten Jahren war, Preiner toll gemacht hat, die Beate Schrott zum Erfolg geführt hat, an einer Staffel arbeitet und auch hier wieder voll mit dabei ist, Talay nicht mehr betreut. Und das macht es ein bisschen leichter, weil jetzt hier noch mehr Platz ist, für seine, ehm, tolle Arbeit. Und wir haben bewährt nach wie vor Helmut Baudis an der Spitze, als Geschäftsführer und Generalsekretär, der ja vieles unterstützt hat in den letzten Jahren. Denken wir auch an die Bundessportkonferenz, an die BSO, ehm, wo auch ich bin und die Position dort manchmal für die Leichtathletik zum einen nicht ganz leicht war, zum anderen aber auch uns verholfen hat, zu der einen oder anderen Möglichkeit, vorne mitzumischen.

Ähnliches war es bei der IAAF, wo wir eine sehr gute und enge Zusammenarbeit – auch mit Seb Coe – auf einem sehr guten Level gefunden haben. Auch das wird in Zukunft Erfolge haben, weil wir auch von dort schon Förderungen bekommen, und auch noch bekommen werden. Auch das hat in den letzten Jahren kaum stattgefunden, dass wir dort gut zu Hause waren. Auch bei der European Athletics, das gleiche. Wir hatten ja auch heuer beim Award im Februar Seb Coe da und auch den europäischen Präsidenten. Ebenso wurde zum Thema Doping ehm, hier, ehm, die Sperre, ehm, verhängt. Noch einmal danke an das Team, riesen Arbeit, hier Helmut, die IAAF hier zu unterstützen. Das waren auch hier schon richtige Meilensteine. Auch in Zusammenhang von Anti-Doping, wo ich ganz klar eine Position auch bei der Begrüßung am Abend bezogen habe, dass wir diesen Weg gehen müssen – und keinen anderen. Und dass dieser auch richtig ist […]

[es folgen Ausführungen von Geschäftsführer Helmut Baudis – nach etwa acht Minuten übernimmt wieder Dr. Ralph Vallon]

[…] Ja, bei solchen Entwicklungen und bei Neuorganisationen, die wir eigentlich so seit zwei Jahren, ehm, massiv begonnen haben, geht manches nicht ganz so rund ab. Keine Frage. Hier haben wir einigen Diskussionsbedarf – offensichtlich auch im Hintergrund immer wieder gehabt, und ehm, auch eine Neubesetzung, die einherging, dass wir uns von dem einen oder anderen Trainer getrennt haben in den letzten Jahren. Stichwort Lilge, zum Beispiel. Jemand der heute hauptsächlich, ehm, Facebook-Verantwortlicher ist, und einen Top-Athleten von uns, leider nicht nach vorne gebracht hat. Ingebrigsten ist, meines Wissens nach, damals Europameister geworden, aus Norwegen, und, ehm, unser Andi Vojta ist leider, momentan zumindest, das kann sich ja wieder ändern, weit hinten. Aber, das sind die Leute, die die Zeit haben, sich im Facebook entsprechend zu verewigen, was in einer ganz guten Zusammensetzung von auch anderen Athletinnen und Athleten, die, ehm, es nicht ganz nachvollziehen können, warum zum Beispiel Herwig Grünsteidl hier ehm, geht. Er geht ja nicht ganz, er ist ja Heimtrainer auch, aber wir haben uns damals in der Südstadt, speziell Gregor Högler, sich das ganz genau angeschaut; er hat auch hier einen neuen Laufgang, wie die meisten von uns wissen, bauen lassen. Hier auch tolle Kooperation mit dem Helmut gemeinsam, mit dem Ministerium – das sind schon Highlights. Und ja da wurde es genau angeschaut, was bringen wir dort nach vorne als Stützpunkttrainer und was nicht. Und das ist die neue Leistungsorientierung, und die ist ein Thema für alle Trainerinnen und Trainer, ehm, in Österreich, in der österreichischen Leichtathletik, und ehm so sind wir zu dem Schritt gekommen – und wollen auch nach wie vor hier sozial so eingreifen, dass wir da eine Möglichkeit haben hier zur Einigung zu kommen. Dazu gibt es momentan nicht sehr viel zu sagen, weil bis eben ehm momentan gerade im Gange ist. Ich hoffe, ehm, dass das auch funktionieren wird, im Sinne, dass auch Herwig Grünsteidl hier, ehm, zumindestens einen guten Weg für sich finden wird.

Das alles bringt durchaus eine gewisse Unruhe – keine Frage – und hat dann auch dazu gemündet, ehm, dass ehm, Diskussionen, die im Hintergrund waren, im Facebook waren; ich habe dann auch mit einem Freund von mir, ist genau eine Woche her, Teamfrage her, ein Interview geführt um halb acht. Hannes Steiner, ist auch nach wie vor ein guter Freund, Chefredakteur, Kollege vom Echo-Media Verlag früher. Ja, wir haben, und ich habe das nicht autorisieren lassen. Wir haben eigentlich, eigentlich über die Sportpolitik gesprochen in erster Linie – und dann natürlich auch über die Ergebnisse. Ehm, es ist, ehm, so, dass hier ein zwei Dinge nicht ganz richtig dargestellt wurden. Aber natürlich, ehm, im Großen und Ganzen steht man hinter Athletinnen und Athleten. Es steht ja auch nicht an, dass ich das fünfeinhalb Jahre gemacht habe – und das auch Sinn macht. Ehm, im Sinne von der Sportpolitik in Österreich, und natürlich auch eines Rio-Verantwortlichen, eines Hans Peter Doskozil, der neue Minister, der überhaupt alle Förderungen zusammenlegen möchte und spricht sogar nur, das heißt es wird auch ein Fond. Betreffend die Bundessportkonferenz, betreffend die Gelder der Ministerien – das heißt, das würde bedeuten, das wir hier eine ganz neue Situation haben und hier ist die Forderung von der Öffentlichkeit natürlich: wie schaffen wir es in die Medaillen zu kommen. Und das ist uns. Da sind wir noch ein Stück manchmal entfernt. Manchmal – wie heute schon erwähnt – mit Beate Schrott und der Ivi Dadic schon weit vorne. Und mit Luki Weißhaidinger und mit Sarah Lagger haben wir tolle Leute, die da auch nach vorne kommen werden in der Zukunft. Ja und in dieser Diskussion hat sich das eben da entwickelt, dass dann ich gesagt habe, wir bei den Europameisterschaften wir gerne, ehm, eben, ehm, die Jenni Wenth dabei gehabt hätten. Wie gesagt sie konnte nicht – geschrieben wurde wollte. Das gibt’s eben. Mein Fehler. Ehm, nicht autorisiertes Interview. Relativ locker mit einem Freund gehandhabt.

68. Platz. Ja, eine verdiente Athletin. Keine Frage… [5sec Pause] …unsere Mayr, die Andrea Mayr, die ja jetzt auch wieder antritt im Berglauf. Vielfache Weltmeisterin, Europameisterin im Berglauf. Leider eine Disziplin, die international nicht den Stellenwert hat, den wir uns wünschen würden. Auch in den Leistungsprämien würden wir uns freuen, wenn das eine Disziplin wird. Vielleicht wird es auch noch einmal. Ähnlich wie Klettern, das neu hineinkommen soll als olympische Disziplin aber eine andere Möglichkeit als zuletzt.

Ja, wenn man die österreichische Sportpolitik als Ganzes sieht, ist ein 68. Platz wenn man vergleichen würde, ein ehm, Top-Skifahrer bei uns, der dann das bei einer Weltmeisterschaft oder Olympischen Spielen bringen würde, wäre in Österreich die große Enttäuschung da. Das ist überspitzt formuliert, kann man auch so ehm nicht gleichzeitig vergleichen. Ehm, Faktum war, dass, dass wir eben dieses Ergebnis hatten – bisschen mehr hatten wir uns sicher erwartet, aber zweifellos als Präsident eines österreichischen Leichtathletikverbandes stellt man sich in erster Linie hinter die Athleten – das habe ich fünfeinhalb Jahre auch gemacht. Das macht auch Sinn, und so soll das auch sein.

Durch die Diskussionen, die hier eben heute auch ein bisschen anders darstelle, ein besonderer Freund ist auch der Herr Brockmann, der schon schreibt auf Krone.at – schon vor acht Tagen ein, nicht mit ihm allerdings, sondern Max Mahdalik, ein, ein Interview gegeben habe, das glaube ich sehr deutlich gezeigt hat wo es hingeht mit der österreichischen Leichtathletik: „Druck zu groß, ÖLV-Präsident Vallon tritt zurück“. Ja, das ist ein Mann, den ich besonders schätze, und das sage ich auch ganz deutlich unter Anführungszeichen, der im Hintergrund immer wieder gearbeitet hat, für mich ein typischer Intrigant, so wie er hier gearbeitet hat. Und mit einem Mann wie Lilge hier eng zusammenarbeitet. Ist in Ordnung. Das ist auch ganz gut so. Ich bin eher für positive Energie, nicht für negative Energie.

Ja, der Ralph Vallon als Präsident des österreichischen Leichtathletikverbandes tritt hier und jetzt zurück.

Ich glaube, dass wir in den letzten fünfeinhalb Jahren sehr sehr gute Ergebnisse gehabt haben. Wir konnten einiges weiterbringen. Wir haben auch gestern noch im Vorstand eine komplett neue Struktur präsentiert, die letztendlich auch die Handschrift auch von unserem Vorstand, von mir, vom Helmut Baudis, der letzten Jahre war. Und so bin ich eigentlich guter Dinge inklusive der Ergebnisse, ehm, dass wir hier einen guten Weg gehen werden – auch in Zukunft. Nix muss sein, muss man ganz ehrlich sagen. Ich habe ein Ehrenamt hier, ehm, ehrenamtlich ausgeübt und da gibt es auch keinen einzigen Euro auch wenn man noch Geschäftsführer ist und auch noch seit 1. September Geschäftsführung in einer großen Agentur ist, ist das auch ein guter Zeitpunkt hier zu sagen man geht eben neue Wege. Das passt gut zusammen – auch wenn hinten jemand den Kopf schüttelt – ehm, bei einem Lauf- ehm, ehm, Journalisten, und gleichzeitig auch eng verwoben mit Athletinnen und Athleten. Auch ich wollte schon, ehm, weil ich – ich weiß nicht ob man sich das vorstellen kann: du arbeitest acht Stunden am Tag, oder zehn, und machst dann noch sowas dazu. Das ist pausenlos im Kopf. Du bist pausenlos am Diskutieren und ehm, wenn man hier voll arbeitet; ich wäre auch nicht im März noch einmal angetreten, weil die neue Aufgabe einfach so inhaltlich groß ist. Dazu die BSO. Dazu die Bundessportkonferenz. Und dazu viele andere Meetings die man immer wieder hat.

Ich freue mich, dass wir einen guten Weg gegangen sind, aber ich glaube, es gibt auch noch ein paar andere Dinge, die recht wichtig sind, zum Beispiel die Zwillinge, unsere Enkerl die demnächst kommen, oder die Hochzeit meines Sohnes nächste Woche und so freue ich mich, dass ich fünfeinhalb Jahre einiges vorangebracht habe. Es ist unbestritten glaube ich – und trotzdem gibt es natürlich die eine oder andere Geschichte, zum Beispiel das Interview, das man deutlich besser machen hätte können. Es gibt Fehler. So ist das halt im Leben. Und ich bedanke mich.“

 

 

PS: Der Part von Helmut Baudis wurde in diesem Zusammenhang nicht veröffentlicht, da er mit dem scheidenden Präsidenten nicht wirklich was zu tun hat.

Über Christoph Sander

Check Also

2017-103

Quo vadis?

Quod licet Iovi, non licet bovi...

Schreibe einen Kommentar