ÖM 10.000m
ÖM 10.000m

Staatsmeister über 10.000m

Es war angerichtet: motivierende Wettkämpfe in den Staffelentscheidung meiner VereinskollegInnen, ansprechende Langstreckler-Temperaturen und eine bis dato noch nie erlebte Stimmung und Organisation bei einem Wettkampf am LAZ (Cricket Platz)!

Meine Beine waren nach zwei Behandlungen bei Reinhard und Mathieu auch spitze!

Dazu hatten Jenni mit Kuchen und ich mit kühlem Erdinger dafür gesorgt, dass auch etliche persönliche Schlachtenbummler den Weg in den Prater gefunden haben!

Am Start um 18:50 Uhr standen dann lediglich sechs Männer und sechs Frauen im als gemischtes Rennen ausgetragenen Meisterschaftsrennen… über die Terminwahl dieser ÖM braucht man ob der Städtemarathons an den Wochenenden davor und den Saisonplanungen anderer nicht viele Worte verlieren. Ich denke mir halt, wenn ich als Titelverteidiger bspw. auch fern geblieben wäre, weil ich mir ob des Meisterschaftscharakters des Rennens keine gute Zeit erwarte, wie wäre es dann wohl geworden…

Sei es wie es sei – meine Mission für diesen Tag war ohnehin klar und wäre auch dann keine andere gewesen, wenn das Starterfeld größer und/oder vielleicht qualitativ hochwertiger gewesen wäre! An dieser Stelle wichtig: keine Kritik an jenen Läufern, die sich den 25 Runden stellten!

Für das Rennen hatte ich mir vorher mit Coach Karl zwei Strategien zurecht gelegt: entweder, rein auf den Titel laufen, oder selbst versuchen, eine flotte (Best-)Zeit zu produzieren.

Bereits nach der ersten Runde entschied ich mich ob des doch nach und nach aufkommenden Windes für die erste Variante – denn alles, was bei ÖM nun einmal realistischerweise zählt, ist der Titel!

Das Rennen war dann so taktisch wie kein Meisterschaftsrennen zuvor. Hansi Innerhofer blieb stehts auf Position zwei oder drei, vorne wechselten sich Dieter Pratscher und ich in unregelmäßigen, nicht abgestimmten Abständen bei der Führungsarbeit ab.

Das Tempo war teilweise wirklich unfassbar langsam (80“er Runden…) und vor allem sehr unrhytmisch. Immer wieder ging ich in Führung liegend bis auf Bahn 3 heraus, um die anderen nach vorne zu zwingen. Da hie und da keiner sich für die Führungsrolle verantwortlich fühlte, gab es mehr oder minder „Wettstehen“ – was mir das ein oder andere Mal doch ein Schmunzeln auf die Lippen zauberte.

Auf den letzten drei Kilometern – die 5km-Marke passierten wir glaube ich in 16:07min – begann ich dann, ein wenig das Tempo zu forcieren.

Schon bald konnte mir nur mehr Hansi Innerhofer folgen. Diesen „verlor“ ich dann am letzten Kilometer, den ich gesteigert in circa 2:50min absolvierte. Auf den letzten 500m holte ich so einen sicheren Vorsprung heraus, und ich konnte den Zieleinlauf vor meinen Freunden und Familie richtig auskosten!

Nach 31:48,99min war mir der vierte Einzelstaatsmeistertitel sicher – der erste in diesem Jahr, der zweite über die eigentlich doch langen 10.000m!

Im Ziel wartete ich dann auf Jenni, die sich ebenfalls den Titel sichern konnte. Jenni stürmte im Regen und im Wind quasi im Alleingang zur fünftschnellsten, je gelaufenen 10.000m-Zeit: 33:54,61min!

mit Jenni (Credit: Maier)
mit Jenni (Credit: Maier)

Somit konnten wir uns gemeinsam über unsere Titel freuen und ließen den Abend mit unseren Schlachtenbummlern bei Bier, Kuchen und anschließendem Essen gemütlich ausklingen!

Hochzufrieden mit dem Titel und vor allem der Leichtigkeit (und dem Spaß) beim Wettkampf, blicke ich nun schon voller Vorfreude auf die nächsten Aufgaben!

Danke allen, die zum Anfeuern kamen oder blieben – es hat uns sehr gefreut!

ÖLV-Bericht

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Es ist nun wieder da - dieses ganz eigene Kribbeln, das in einem empor zu steigen scheint, wenn der Inhalt der geschriebenen Zeilen des Trainingsplans langsam im Hirn ankommt und dir der Gedanke einschießt: "Ui, wie soll dass denn gehen"

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