Dreamteam (Credit: privat)
Dreamteam (Credit: privat)

VCM 2015

Gemeinsam mit Jenni, Roland und Stephan galt es also am vergangenen Sonntag, die 42,195km durch Wien so rasch wie möglich zurückzulegen. Der VCM ist Österreichs größte jährliche Sportveranstaltung und auch wenn es einige Kritikpunkte gibt ist es gerade für mich als „echten Wiener“ quasi Pflicht, über den heimischen Asphalt zu flitzen!

Stephan eröffnete für uns und schnupperte einmal ein wenig in die Start-Atmosphäre mit rund 30.000 anderen LäuferInnen, die sich dann Punkt 9:00 Uhr über die berühmte Reichsbrücke Richtung Innenstadt aufmachen.

Auf Position zwei lief wie schon die letzten Jahre dann Jenni, die erneut lediglich einem Mann auf den knapp 6km den Vortritt lassen musste! 😉

Während ich mich im Prater bei Traumwetter, jedoch doch recht heftigem Wind, ein wenig warmlief, brachte Roland den imaginären Staffelstab durch den neunten Bezirk zu mir.

Etwas früher als erwartet konnte ich mit Roland abschlagen und machte mich somit einmal mit Rückenwind auf die ersten gut zwei Kilometer meines in Summe 11,2km langen Teilstückes auf. Auf der Hauptallee kam ich gut ins Rollen, doch nach der Wende beim Lusthaus kam einmal der Gegenwind.

Im Prater lief es jedoch trotz Wind noch relativ easy-cheasy, am Donaukanal dann wurde es von einem Meter auf den nächsten sehr mühsam – auch weil ich beim bergablaufen nach einer Brücke ein wenig Seitenstechen bekam…

Motiviert von den zig tausend Zuschauern und dadurch, dass ich auf einige Elite-Marathonis auflief, ging es dann ab Marathonkilometer 39 wesentlich besser. Als ich dann beim Stubentor auf den Ring einbog, begann ich wieder ein wenig mehr Fahrt aufzunehmen und konnte die letzten zwei Kilometer am Ring und den Zieleinlauf am Heldenplatz richtig genießen!

vor der Wiener Oper (Credit: Bauer)
vor der Wiener Oper (Credit: Bauer)

Nach 2:18:24h überquerte ich die Ziellinie am geschichtsträchtigen Heldenplatz – schneller waren wir erst ein einziges Mal, während der Vorsprung auf die nächste, reine Männermannschaft mit mehr als drei Minuten nie größer war! In Summe waren auch bloß sieben Marathonis beim sehr windigen Wien-Marathon schneller als wir!

Das Team der Volksbank Wien-Baden hat somit wieder richtig zugeschlagen und gemeinsam konnten wir den größten Staffelmarathon der Welt so richtig schön rocken! Danke an dieser Stelle an die Volksbank, und natürlich an meine drei TeammitgliederInnen! 🙂

Bei all der Euphorie, die wir jedes Jahr beim und durch den VCM in Wien erleben dürfen, muss man aber schon auch fragen, warum dann bei österreichischen Meisterschaften teilweise keine 50 ZuseherInnen vor Ort sind. Oder warum Sponsoren à la BMW, Krone oder OMV hunderttausende Euros für das Sponsoring des VCM locker machen können, aber man als LäuferIn eigentlich mehr in den Sport investieren muss, als man herausbekommt…

Na ja, vielleicht belehrt mich die kommende LA-Saison, auf die ich mich jetzt schon sehr freue, eines besseren und die Stadien in Österreich erfreuen sich einem Zuschaueransturm von bis zu 100 (!) ZuseherInnen…

Im Endeffekt macht es ja auch keinen Unterschied, ob da jetzt 10, 100 oder über 1.000 Leute zusehen – Hauptsache, man erfreut sich am Ende des Tages an einem neuen Hausrekord, der sich sukzessive einem Limit für eine internationale Meisterschaft annähert. Oder so 😉

In diesem Sinne, Danke an alle, die für gewaltige Stimmung beim VCM gesorgt haben und dadurch Jahr für Jahr zeigen, dass die Leichtathletik, zu der ja der Marathon zählt, längst nicht tod ist!

Über Christoph Sander

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track is back

Es ist nun wieder da - dieses ganz eigene Kribbeln, das in einem empor zu steigen scheint, wenn der Inhalt der geschriebenen Zeilen des Trainingsplans langsam im Hirn ankommt und dir der Gedanke einschießt: "Ui, wie soll dass denn gehen"

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