Olympia-Alm-Cross
Olympia-Alm-Cross

Olympia Alm Cross

Am Samstag Vormittag machten wir vier uns also auf zur Cross-Premiere im Olympiapark von 1972. Die Streckenbesichtigung nach einem 30-Minuten-Joggerl durch selbiges Parkareal zeigte uns bald, dass es ein echter Crosslauf werden wird! Sechs Runden à 1100m mit vielen, verdammt engen Kurven, kurzen, giftigen Bergauf-Bergab-Passagen sowie Heuballen sollten auf uns am Sonntag warten!

Auch das Feld war für eine Veranstaltungspremiere recht prominent: Richard Ringer als EM-vierter von Zürich, Martin Grau als Hindernis-Finalist sowie dessen Bruder, ein Afrikaner und Clemens Bleistein (sub 8:00 über 3000m in der Halle) standen neben uns am Start.

Pünktlich zum Aufwärmen und erst recht zum Rennen kam die Herbstsonne raus und einem „Trainingsbelastung unter Wettkampfbedingungen“ sollte nichts mehr im Wege stehen.

Der Start war für einen doch international angehauchten Crosslauf verhältnismäßig gemütlich und etwas überraschend war ich bald an der Spitze des Feldes. Die ersten beiden Runden sollte dies so bleiben, wobei ich das Tempo ehrlich gesagt nicht gerade sehr hoch hielt….

Die vielen Kurven und das ständige runter und rauf ließen aber auch kaum einen Laufrhythmus zu und das gesamte Rennen über fühlte ich mich schlecht und meine Beine waren sehr schwer!

Auf der dritten Runde attackierten dann Richard und der Afrikaner. Reagieren konnte (und wollte) ich nicht, also ließ ich die beiden gewähren! Die Grau-Zwillinge sowie Clemens gingen ebenfalls vorbei.

Eine Runde konnte ich Martin und Clemens noch einigermaßen folgen, dann musste ich auch dort reißen lassen. So sehr ich in weiterer Folge auch versuchte, wieder näher zu kommen, gelang es mir schließlich einfach nicht.

Am Ende finishte ich mit 1:14min Rückstand auf Richard an sechster Stelle – auf Clemens sollten es rund zehn Sekunden und auf Martin gute fünf Sekunden Rückstand sein.

Meine erste Reaktion nach dem Zieleinlauf war „f***, ich muss abnehmen und an meinem Crosslauf-Schritt arbeiten!“ Ich fühlte mich einfach sechs Runden lang total schwerfällig, kam nie ins Rollen und konnte auch nicht wirklich kämpfen.

Nachdem es Jenni – letztlich zweite hinter Steeple-Finalistin Marusa Mismas aus Slowenien – und Roland ähnlich erging, lag das wohl an unserem bisherigen Herbsttraining. Das soll keinesfalls heißen, dass wir schlecht trainieren im Moment, allerdings fällt es noch etwas für Cross!

Bleibt also nur zu hoffen, dass das in einer Woche in Tilburg in den Niederlanden anders sein wird. Denn dann geht es um meine einzige Chance, mich für eine Entsendung ins bulgarische Samokov zu empfehlen und dieses Jahr doch noch im Nationaltrikot bei einer internationalen Meisterschaft an den Start gehen zu können!

Veranstalter-HP

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Es ist nun wieder da - dieses ganz eigene Kribbeln, das in einem empor zu steigen scheint, wenn der Inhalt der geschriebenen Zeilen des Trainingsplans langsam im Hirn ankommt und dir der Gedanke einschießt: "Ui, wie soll dass denn gehen"

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