Siegerehrung 2014 ©_PHOTO_PLOHE
Siegerehrung 2014 ©_PHOTO_PLOHE

Erfolgreiche Titelverteidigung!

Auf den ersten Blick und für Nicht-Insider sah alles so einfach aus: der Jahresschnellste Christian Steinhammer fehlte aufgrund anderer Wettkampfplanung, und die ersten Verfolger waren mehr als 20sec langsamer als ich dieses Jahr! Frei nach Andy Murray, der nach seinem Aus als Titelverteidiger beim Grand Slam in Wimlbedon vor ein paar Woche meinte „winning a title is easy, defend your title is very tuff“ waren die Titelkämpfe im Rahmen der Rieder Leichtathletiknacht aber alles andere als die sprichwörtlich „gemähte Wiese“!

ÖM Steeple 2014 (© Angerer)
ÖM Steeple 2014 (© Angerer)

Klar, von der Ausgangssituation her muss ich dieses Rennen klar gewinnen und meinen im letzten Jahr eroberten Titel verteidigen! Andererseits waren da noch die Sorgen wegen meinem Fuß, ob das Training der letzten Wochen wirklich gefruchtet hat und man durfte auch nicht die Tatsache außer acht lassen, dass ich mit einer Performance wie in Dessau nie und nimmer um den Titel laufen würde!

Als wir dann aber in Ried eintrafen, kamen all diese schönen Erinnerungen des Vorjahres wieder. Wie ich mich löse, den Vorsprung ausbaue, als erster in die letzte Runde gehe und schließlich meinen bis dato schönsten Sieg feiere und als Lohn meine liebe Jenni umarme.

Spätestens ab dem gemeinsamen Einlaufen mit Lukas Kellner fühle ich mich gut, bin fokussiert und voll auf Attacke eingestellt! Mein Rennplan sah einen flotten ersten Kilometer vor, dann wird in sich hineingehört und geschaut, was die Beine, der Kopf und die Gegner heute zulassen. 😉

Am Start um 18:00 Uhr stehen dann rund 10 Athleten, von der Dichte her in etwa wie im vergangenen Jahr. Gleich nach dem Startschuss setzte ich mich an die erste Position und absolviere die ersten 200m sehr flott. Noch vor Ende der ersten Runde höre den Stadionsprecher „vorne läuft Christoph Sander sein Ding, hinten wird taktiert“. Das spielte mir natürlich in die Karten und schon nach 1000m in ca. 2:57min war ich rund 50m vor meinen Verfolgern. Danach nahm ich gefühlsmäßig nur leicht raus, der Vorsprung vergrößerte sich auch noch, die Rundenzeiten wurden jedoch wesentlich langsamer als gedacht…

Bei 2000m ging ich in etwa bei 6:05min durch – mittlerweile rund 80m vor dem Verfolgertrio. Ab diesem Zeitpunkt war mir klar, dass eine flotte Zeit nicht mehr möglich war und somit galt es nur noch, konzentriert das Rennen zu Ende zu laufen. Auch als ich die Glocke für die letzte Runde hörte, legte ich ob des konstant bleibenden Vorsprungs nicht noch zu. Nach dem letzten Wassergraben versuchte ich dann, die Zielgerade zu genießen und die vielen positiven Eindrücke aufzusaugen.

Nach 9:11,52min war es dann soweit: Titel mit mehr als 50m Vorsprung erfolgreich und von vorne weg verteidigt!

Die Freude war trotz Abwesenheit von Christian und der eher mäßigen Zeit riesig und zumindest kurzfristig waren alle Sorgen bezüglich meinem Fuß und dem viel entscheidenden Rennens am darauffolgenden Mittwoch in Karlstad verflogen.

ORF-Interview, Siegerehrung, Auslaufen – ich genoss an dem Abend jede Sekunde, die so ein Staatsmeistertitel an positiven Erlebnissen und Energien mit sich bringt! 😉

ÖM Steeple 2014 (© Plohe)
ÖM Steeple 2014 (© Plohe)

Gleichzeitig möchte ich an dieser Stelle auch Danke sagen an meine liebe Jenni, meinen Dad und meiner Mutter für deren tolle Untersützung sowie auch meinen Sponsoren und Partner. Danke vor allem meinem Verein für die Unterstützung, Dank auch an Erdinger Alkoholfrei, Lecture Clips, Isostar, Sportpool Wien und die Volksbank Wien-Baden!

Und nicht zu vergessen: Danke an Jan fürs Massieren und vor allem noch Mathieu für die vielen Physio-Einheiten der letzten Wochen und Monate! 🙂

 

Jetzt gilt es jedoch nicht zu gefühlsduselig zu werden und den Fokus auf mein letztes internationales Hindernisrennen der Saison nächsten Mittwoch in Schweden zu lenken! Frei nach dem Motto „always attack the barriers“

ÖLV-Bericht

 

Über Christoph Sander

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track is back

Es ist nun wieder da - dieses ganz eigene Kribbeln, das in einem empor zu steigen scheint, wenn der Inhalt der geschriebenen Zeilen des Trainingsplans langsam im Hirn ankommt und dir der Gedanke einschießt: "Ui, wie soll dass denn gehen"

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